Entwässerung von
Fahrsiloanlagen

Eine funktionsfähige Entwässerung des Fahrsilos ist wichtig – für die Silagequalität, den Umweltschutz und die Gesundheit. Stehendes Sickerwasser bzw. Gärsaft im Silagehaufen kann zu unerwünschtem Gärverlauf, Schimmelbildung und Nährstoffverlusten führen.

Trennschächte nach TRwS 792
Getrennte Ableitung von Sicker- und Regenwasser
Produkte mit DIBt-Zulassung
Konform mit WHG (§62 AwSV)
UHRLE Fahrsiloanlage
 
Trennschachtsystem
Fachwissen
Entwässerung einer Fahrsiloanlage
Quelle: TRwS 792 • Simone Hamann-Lahr, LKW RLP 2019
WHG
Rechtssicher
Nach WHG & TRwS 792
Leistungsdaten & Dimensionen

Kennzahlen im Überblick

TRwS 792 Technisches Regelwerk als Planungsgrundlage
Trennschächte Mehrere Produkte mit DIBt-Zulassung am Markt
1.000 m³ Bagatellgrenze für Anzeigepflicht
WHG / AwSV Gesetzliche Grundlage seit 1.03.2010
Auszug aus der TRwS 792

Entwässerung als Trennschachtsystem

6.3.3 Ausführungsmöglichkeiten der Entwässerung – Silagesickersaft, damit auch verunreinigtes Niederschlagswasser, ist in einem Silagesickersaftbehälter oder einem Jauche- bzw. Güllebehälter aufzufangen.

• Prinzipskizze: Trennschachtsystem Entwässerung
Prinzipskizze der Entwässerung als Trennschachtsystem
Regelwerk: TRwS 792 Quelle: S. Hamann-Lahr, LKW RLP 2019
Warum Trennschächte so wichtig sind

Getrennte Entwässerung nach Zustand

Um den Anfall großer Mengen verunreinigten Niederschlagswassers zu vermeiden, kann die Fläche der Siloanlage in Segmente oder Kammern unterteilt werden, die nacheinander befüllt bzw. geräumt und getrennt entwässert werden. Aufgrund dessen empfiehlt sich der Einbau von Trennschächten.

  • Fahrsilo gefüllt, nicht in Entnahme: Sickersaft wird in Auffangbehälter abgeleitet
  • Nach Entleerung & Reinigung: Niederschlagswasser wird getrennt abgeleitet und ordnungsgemäß beseitigt
  • Produkte: Derzeit mehrere Trennschacht-Systeme mit DIBt-Zulassung am Markt
• Grundriss: Entwässerung mit Trennschächten Gesamtübersicht
Grundriss Entwässerung einer Fahrsiloanlage mit Trennschächten
Grabenprofil, Trennschacht, Querrinne & Teilflächen mit eigenem Trennschacht
Grundleitfaden für den Fahrsilobau

Rechtliche Eckdaten im Überblick

Gesetz zur Neuregelung des Wasserrechts (WHG) ab 1.03.2010, Verwaltungsvorschrift zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) und technische Regelwerke (DWA-A 792 TRwS). Individuelle Punkte sind zusätzlich mit dem Landkreis abzustimmen.

Kriterium Fahrsilo bis 1.000 m³ Fahrsilo ab 1.000 m³
Erweiterung oder Neubau – Anzeigepflichtig
Anzeigepflicht bei Kreisverwaltungsbehörde nein ja, mind. 6 Wochen vor Baubeginn
Überwachung und Abnahme durch Sachverständigen nein ja
Entwässerung, Rohre, Rinnen (Trenn-)Schächte Ausführung nur von Fachfirma mit WHG-Zulassung
Fugenabdichtung der Boden- und Wandfugen Selbst möglich, nach Herstellervorschriften Nur von Fachfirma mit WHG-Zulassung
Beschichtungen der Betonwände und des Betonbodens Selbst möglich, nach Herstellervorschriften Nur von Fachfirma mit WHG-Zulassung

Hinweis: Dies ist eine Hilfestellung (Angaben ohne Gewähr; klären Sie dies bitte nochmals mit der zuständigen Behörde ab).

Bodenbelag der Siloanlage

Betonboden oder Asphaltboden?

Betonboden

Hohe Tragfähigkeit und hoher Widerstand gegen chemische Belastung, Beton nach DIN geregelt. Relativ teuer, begrenzte Feldgröße (bewehrungsabhängig), in den Siloecken schlecht verdichtbar.

Asphaltboden

Meistens günstiger als Beton, fugenlos herstellbar. Empfindlich gegen mechanische Belastung, Beschichtung notwendig, Mischgut für Deckschicht muss DIBt-zugelassen sein; kann in Silos bis 1.000 m³ in Eigenleistung eingebracht werden.

Beanspruchungsstufen nach Füllgutklasse

Grundlagen & Planung

Die Entwässerungsauflagen richten sich nach der Füllgutklasse des Silierguts. UHRLE Produkte erfüllen beide Beanspruchungsstufen:

Beanspruchungsstufe A

Füllgutklasse 1 & 2a

Luft- und wasserdichte Abdeckung des Fahrsilos nach Einbringen des Siliergutes, max. Höhe 3,00 m des Futterstocks, mind. 250 g Trockenmasse pro kg Frischmasse (25 % TS).

Beanspruchungsstufe B

Füllgutklasse 2b & 3

Alle höheren Werte wie in Beanspruchungsstufe A beschrieben – zugelassen sind A-/AW-L- und I-Form der Firma UHRLE.

Gär-/Sickersaftbehälter

Bis 25 m³ ohne Anzeige

Gär- und Sickersaftbehälter bis 25 m³ Volumen unterliegen bei Fahrsilos bis 1.000 m³ nicht der Bagatellgrenze – ab 1.000 m³ gelten strengere Vorschriften.

In drei Schritten zur rechtssicheren Lösung

Entwässerung richtig planen

Nach TRwS 792 empfiehlt sich eine segmentierte, getrennt entwässerbare Siloflächenaufteilung:

1
Fläche in Segmente unterteilen
Die Siloanlage wird in Segmente oder Kammern unterteilt, die nacheinander befüllt und geräumt werden können.
2
Trennschächte einbauen
Zugelassene Trennschacht-Systeme (DIBt) leiten Sickersaft und Niederschlagswasser je nach Silozustand getrennt ab.
3
Reinigung & getrennte Ableitung
Nach vollständiger Entleerung und Reinigung (z. B. besenrein mit Nassreinigung) wird das Niederschlagswasser getrennt abgeleitet und ordnungsgemäß beseitigt.
4
Abnahme durch Sachverständigen
Ab 1.000 m³ ist die Überwachung und Abnahme durch einen Sachverständigen gesetzlich vorgeschrieben.
 
Persönliche Fachberatung

„Sie planen die Entwässerung Ihrer Siloanlage? Wir beraten Sie gerne – vor Ort oder telefonisch.”

Sprechen Sie direkt mit unseren Agrarbau-Spezialisten in Ellwangen. Diese Hinweise sind eine Hilfestellung ohne Gewähr – klären Sie Details bitte zusätzlich mit der zuständigen Behörde ab.

Standort Werk: Hermann Uhrle GmbH & Co. KG • Zöbinger Str. 26-28 • 73479 Ellwangen-Röhlingen